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Vordach für die Terrasse: Wann es reicht und wann nicht

Vordach oder Terrassenüberdachung? Die Begriffe verschwimmen, die Produkte dahinter nicht: Ein Vordach ist ein kleines Schutzdach über Tür oder Austritt, eine Terrassenüberdachung ein begehbarer Wetterschutz für die ganze Sitzfläche. Hier klären wir zuerst die Frage, welche Lösung zu deiner Situation passt. Danach folgen Typen und Preise der Vordächer im Vergleich.

Ein Vordach schützt Terrassentür und Eingangsbereich auf 1 bis 2 m Tiefe: Pultvordächer ab 59,99 €, Aluminium-Modelle in Anthrazit um 230 €, Echtglas ab rund 360 € (OBI, Stand: August 2026). Soll die ganze Terrasse trocken bleiben, führt der Weg zur Terrassenüberdachung.

7 Min. Lesezeit Aktualisiert: August 2026

Vordach oder Terrassenüberdachung?

3 Fragen klären die Entscheidung schneller als jeder Katalog.

Was soll trocken bleiben? Nur die Terrassentür, der Übergang vom Haus in den Garten, vielleicht die Fußmatte und der Schuhabstreifer: Dann reicht ein Vordach mit 80 bis 100 cm Tiefe. Sollen Gartenmöbel samt Grill und Sitzgruppe geschützt stehen, brauchst du ein echtes Terrassendach: eine begehbare Terrassenüberdachung mit 2,5 bis 4 m Tiefe.

Willst du darunter sitzen? Ein Vordach ist Wetterschutz im Vorbeigehen, keine Aufenthaltsfläche. Schon ein Bistrotisch mit 2 Stühlen sprengt die typische Vordach-Tiefe.

Wie sieht das Budget aus? Vordächer starten zweistellig und enden meist unter 500 €. Terrassenüberdachungen beginnen bei rund 1.000 € und skalieren nach oben. Wer langfristig eine überdachte Terrasse will, kauft besser einmal richtig, statt zweimal zu montieren. Den ausführlichen Vergleich mit der Pergola findest du unter Pergola vs. Vordach.

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Vordächer bei OBI

Preise inkl. MwSt. zzgl. Versand. Das Prüfdatum steht je Produkt, Datenstand insgesamt 6. August 2026 (live geprüft). Affiliate-Links – wenn du kaufst, erhalten wir eine Provision.

Vordach-Typen für die Terrasse

TypFormStärkenTypische Maße
Pultvordach gerade, leicht geneigt schlicht, günstig, regensicher nach vorn 120–200 × 80–100 cm
Rundbogen-/Bogenvordach gewölbt klassische Optik, Wasser läuft seitlich ab 160–200 × 90 cm
Rechteckvordach kubisch, verdeckte Halter moderne Architektur-Optik 150–200 × 90 cm
Glasvordach Echtglas auf Edelstahl hochwertig, lichtdurchlässig, langlebig 140–200 × 80–90 cm
Freitragendes Vordach ohne sichtbare Träger puristisch, höhere Anforderungen an die Wand je nach System

Maßbereiche aus dem OBI-Sortiment (Gutta), Stand: August 2026.

Materialien: Aluminium, Polycarbonat, Glas, Holz

Die Budget-Klasse kombiniert einen Aluminium- oder Stahlrahmen mit Polycarbonat: Leicht, bruchfest sowie UV-stabilisiert und ab unter 100 € zu haben. Die Doppelstegplatte streut das Licht milchig, Klarglas-Optik liefern die Acryl- und Massivplatten der Mittelklasse.

Darüber rangiert das Echtglas-Vordach mit Verbundsicherheitsglas auf Edelstahl-Haltern: die eleganteste Lösung, spürbar schwerer und entsprechend anspruchsvoller bei der Wandbefestigung. Holz spielt bei kleinen Vordächern kaum noch eine Rolle, es lebt als Träger größerer, individuell gebauter Schutzdächer weiter.

Bei den Farben hat sich der Trend der Terrassenüberdachungen durchgesetzt: Anthrazit und Schwarz dominieren die Neuware, Weiß und Edelstahloptik bleiben die klassischen Alternativen. Wer später eine Terrassenüberdachung in Anthrazit plant, wählt das Vordach gleich im selben Ton.

Was ein Vordach kostet

ModellMaßeMaterialPreis
Gutta Pultvordach ECO 120 120 × 80 cm Stahl Schwarz, Polycarbonat 59,99 €
Gutta Rundbogenvordach NO 160 160 × 90 cm Weiß, Klarsicht 209,99 €
Gutta Vordach PT Secco 150 × 90 cm Aluminium Anthrazit 229,99 €
Gutta Glasvordach HD 140 140 × 80 cm Echtglas, Edelstahl 359,99 €

OBI-Preise inkl. MwSt., live geprüft am 6. August 2026. Größere Breiten bis 200 cm kosten je nach Typ 300 bis 450 €. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.

Kleine Schutzdächer im Marktscan

Allein das OBI-Sortiment führt über 80 Vordach-Positionen, fast durchgängig von Gutta, dem dominierenden Hersteller der Baumarkt-Klasse. Die Spannen je Typ: Pultvordächer aus Stahl und Polycarbonat ab 59,99 €, Aluminium-Modelle wie das PT Secco in Anthrazit oder Edelstahloptik um 230 €, Rundbogen- und Rechteckvordächer zwischen 210 und 420 € je nach Breite, Echtglas auf Edelstahl ab 359,99 € (live geprüft am 6. August 2026).

Wer breiter als 2 m plant oder ein Vordach aus Holz sucht, verlässt die Konfektionsware: Solche Schutzdächer entstehen im Handwerk oder als kleines Terrassendach. Preislich landest du dann ohnehin im Revier der günstigen Terrassenüberdachung. Für den klassischen Einsatzzweck, das schwarze oder anthrazitfarbene Schutzdach über der Terrassentür, deckt die Baumarkt-Klasse den Bedarf komplett ab.

Montage: Wand, Fundament, Genehmigungsfrage

Kleine Vordächer werden an der Wand montiert: 4 bis 6 Befestigungspunkte, passende Anker für das Mauerwerk, bei gedämmten Fassaden Abstandshalter oder Spezialdübel gegen Wärmebrücken. Genau dieser Punkt entscheidet über Erfolg oder Ärger, denn eine WDVS-Fassade trägt kein direkt verschraubtes Vordach. Im Zweifel gehört die Befestigung in die Hand eines Fachbetriebs, erst recht beim schweren Glasvordach.

Freitragende oder tiefere Schutzdächer brauchen zusätzlich Stützen mit Punktfundamenten, spätestens dann verschwimmt die Grenze zur Terrassenüberdachung auch baulich.

Zur Genehmigung: Kleine Vordächer über Hauseingängen sind in vielen Landesbauordnungen privilegiert, die Grenzen unterscheiden sich aber je nach Bundesland und Tiefe. Verlass dich nicht auf Shop-Aussagen, ein Blick in unseren Baugenehmigungs-Ratgeber oder eine formlose Anfrage beim Bauamt schafft Klarheit.

Vorteile

  • Schützt Terrassentür und Eingangsbereich ab 59,99 € (Stand: August 2026)
  • Schnelle Montage an einem Nachmittag, kein Fundament nötig
  • Anthrazit- und Glas-Varianten passen optisch zur späteren Terrassenüberdachung
  • In vielen Bundesländern verfahrensfrei (Größe und Tiefe beachten)

Nachteile

  • Keine Aufenthaltsfläche: Möbel und Grill bleiben ungeschützt
  • Bei gedämmten Fassaden aufwendige Befestigung
  • Wer später doch überdachen will, montiert doppelt
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Unsere Auswertung

Für diese Kaufberatung haben wir 84 Vordach-Positionen von 2 Herstellern ausgewertet: Preis, Material und Maße über das OBI-Sortiment (Gutta dominiert die Baumarkt-Klasse).Stand: August 2026.

59,99–419,99 €

Spanne der Konfektions-Vordächer bis 2 m Breite

84 Positionen im OBI-Feed; 4 Anker-Preise live geprüft am 6. August 2026.

80–100 cm

typische Tiefe kleiner Schutzdächer

Ab ca. 2 m Tiefe beginnt baulich die Terrassenüberdachung.

Anthrazit

dominierende Trendfarbe der Neuware

Daneben Schwarz, Weiß und Edelstahloptik.

So haben wir verglichen

Wir gewichten nach vier messbaren Kriterien:

Datenbasis: OBI-Produktdatenfeed mit Live-Prüfung von 4 Ankerpreisen am 6. August 2026. Wir bewerten objektiv nach Herstellerangaben, ohne eigene Statik- oder Windlast-Berechnung. Mehr dazu in unserer Methodik. Fragen oder Korrekturen? Über unsere Redaktion.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Vordach und Terrassenüberdachung?

Die Tiefe und der Zweck: Ein Vordach schützt mit 80 bis 100 cm Tiefe den Durchgang an Terrassentür oder Haustür. Eine Terrassenüberdachung überspannt mit 2,5 bis 4 m Tiefe die Sitzfläche und ist ein begehbarer Aufenthaltsbereich.

Reicht ein Vordach über der Terrassentür?

Wenn du nur trockenen Fußes hinauswillst und der Übergang geschützt sein soll: ja. Sobald Möbel darunter stehen sollen oder du bei Regen draußen sitzen willst, ist die Terrassenüberdachung die richtige Größenordnung.

Was kostet ein gutes Vordach?

Polycarbonat-Pultvordächer starten bei 59,99 €, solide Aluminium-Modelle in Anthrazit liegen um 230 €, Echtglas auf Edelstahl ab rund 360 € (OBI, Stand: August 2026). Breitere Modelle bis 2 m kosten je nach Typ 300 bis 450 €.

Brauche ich für ein Vordach eine Baugenehmigung?

Kleine Vordächer über Eingängen sind in vielen Landesbauordnungen verfahrensfrei, die Grenzwerte variieren je nach Bundesland. Prüfe die Regeln deines Bundeslands im Baugenehmigungs-Ratgeber oder frag formlos beim Bauamt nach.

Kann ich ein Vordach selbst montieren?

Leichte Polycarbonat-Modelle ja, mit Bohrmaschine und Wasserwaage sowie einer zweiten Person. Bei Echtglas und bei gedämmten Fassaden gehört die Befestigungsplanung zum Fachbetrieb, das Gewicht und die Hebelkräfte verzeihen keine Improvisation.