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Pergola mit Dach: welche Eindeckung passt?

Eine klassische Pergola hat offene Dachsparren ohne Eindeckung – bei Regen sitzt du drunter nass. Mit einer Dacheindeckung wird die Pergola wetterfest und bietet UV-Schutz. Die Optionen reichen von Sonnensegeln für unter 100 € über Trapezblech und Wellplatten bis zum motorisierten Lamellendach für fünfstellige Beträge.

Eine Pergola mit festem Dach (Polycarbonat, Glas oder Trapezblech) bietet Regenschutz und verlängert die Terrassensaison. Dacheindeckungen kosten 80–400 € pro m² je nach Material (Stand: März 2026). Ein festes Dach macht die Pergola in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig.

Pergola Pergola mit Dach – Aufbau und Merkmale
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Lamellendach mit verstellbaren Alu-Lamellen, freistehend

Breite

4,06 m

Tiefe

3,06 m

Windwiderstand

80 km/h

Schneelast

110 kg/m²

ab 3.003 €

Unverbindlicher Preis, Stand: März 2026

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Dachvarianten im Vergleich

EindeckungPreis (3 × 4 m)RegenschutzLichtLebensdauer
Sonnensegel 80–400 € Bedingt Diffus 3–8 Jahre
Polycarbonat-Platten 200–600 € Ja Hell, milchig 10–15 Jahre
VSG-Glas 800–2.000 € Ja Klar 25+ Jahre
Lamellendach 5.000–15.000 € Ja (geschlossen) Regulierbar 25+ Jahre
Schiebedach (Textil) 1.500–4.000 € Bedingt Variabel 8–12 Jahre

Preise für die Eindeckung ohne Unterkonstruktion, Stand: März 2026. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.

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Baugenehmigung beachten

Sobald du ein festes Dach auf die Pergola montierst, wird aus der offenen Konstruktion eine Terrassenüberdachung im Sinne der Landesbauordnung. In den meisten Bundesländern sind Überdachungen bis 30 m² genehmigungsfrei. Sonnensegel und einfahrbare Textildächer fallen in der Regel nicht unter diese Regelung. Die Details hängen vom Bundesland ab, prüfe die Regeln unter Baugenehmigung.

Die Zwischenlösung: einfahrbares Dach

Schiebedächer aus Textil oder Segmenttücher auf Laufschienen lassen sich bei schönem Wetter öffnen und bei Regen schließen. Sie bieten nicht die Dichtigkeit eines festen Dachs, sind aber günstiger als ein Lamellendach und flexibler als Polycarbonat. Für eine 3 × 4 m Pergola kosten Schiebedach-Systeme 1.500 bis 4.000 €, je nach Antrieb (manuell oder motorisiert).

Materialstärken und Plattentypen im Detail

Bei Polycarbonat-Stegplatten ist die Materialstärke entscheidend für Wärmedämmung und Hagelfestigkeit. 16 mm dicke Stegplatten sind der gängige Standard für Pergolen, sie schlucken Hagelkörner bis 20 mm Durchmesser und dämmen besser als 10-mm-Platten. Erhältlich in klar, opal (milchig-weiß, ca. 55 % Lichtdurchlass) und bronze (getönt, ca. 45 %). Opalweiß streut das Licht gleichmäßig und verhindert direkte Blendung.

VSG-Glas (Verbundsicherheitsglas) gibt es in 8, 10 und 12 mm Stärke. 8 mm reicht für Pergolen bis 3 m Sparrenlänge. Ab 3,5 m Sparrenlänge oder in Schneelastzone 2 ist 10 mm sinnvoll. 12 mm kommt bei begehbaren Glasdächern oder besonders großen Feldern zum Einsatz. VSG besteht aus 2 Glasscheiben mit einer reißfesten PVB-Folie dazwischen, bei Bruch hält die Folie die Splitter zusammen.

Wer eine Holzpergola überdachen will: Leimholz GL24h Si (Brettschichtholz, Festigkeitsklasse 24 N/mm²) ist der Industriestandard für tragende Sparren. Die Sparren liegen typisch im Abstand von 60 bis 80 cm. Je enger, desto dünner darf die Glasplatte sein.

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Dachneigung und Entwässerung

Jedes feste Dach braucht Gefälle, sonst staut sich Regenwasser und belastet die Konstruktion. Mindestens 5° Neigung sind bei Polycarbonat und Glas Pflicht, viele Hersteller empfehlen 8°, damit Laub und Schmutz besser abrutschen. Bei Lamellendächern übernimmt das Lamellenprofil selbst die Wasserführung.

Die Entwässerung läuft bei Alu-Pergolen über eine integrierte Regenrinne in der vorderen Traverse. Das Wasser fließt durch die hohlen Pfosten nach unten und wird am Boden in ein Fallrohr oder einen Sickerschacht geleitet. Bei Holzpergolen montierst du eine separate Zink- oder Alu-Regenrinne an der Traufseite.

Bei Wandmontage ist der Wandanschluss kritisch: eine EPDM-Dichtung oder ein Alu-Wandanschlussprofil verhindert, dass Wasser zwischen Dach und Fassade eindringt. Spenglerschrauben mit Dichtscheibe fixieren die Platten auf den Sparren, ohne das Material zu beschädigen.

Sonderoptionen: Solar, Begrünung und Seilspannmarkisen

Solarmodule als Dacheindeckung sind eine Nische, die wächst. Teiltransparente Solarmodule lassen ca. 20–30 % des Lichts durch und erzeugen gleichzeitig Strom. Für eine 3 × 4 m Pergola sind das rund 2 kWp Leistung, genug, um die Terrassenbeleuchtung, den Kühlschrank in der Outdoor-Küche und ein E-Bike zu versorgen. Kosten: 4.000 bis 8.000 € für die Module, plus Wechselrichter und Anschluss.

Dachbegrünung funktioniert nur auf Pergolen mit ausreichender Tragfähigkeit. Extensivbegrünung (Sedum, Hauswurz) wiegt wassergesättigt 80 bis 120 kg/m² – das verlangt Stahlsparren oder massives Leimholz. Der Aufbau besteht aus Drainagematte, Substrat und Pflanzen. Nicht zu verwechseln mit Kletterpflanzen an offenen Sparren, die deutlich weniger wiegen.

Seilspannmarkisen sind die flexible Alternative zum festen Dach. Stoffbahnen laufen auf gespannten Edelstahlseilen und lassen sich manuell zusammenraffen. Kosten: 300 bis 800 € pro 3 × 4 m Feld. Sie schützen vor Sonne, aber nicht zuverlässig vor Regen. Bei starkem Wind solltest du sie einfahren.

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Häufige Fragen

Welches Dach hält am längsten?

VSG-Glas und Lamellendächer halten 25+ Jahre. Trapezblech hält ebenfalls 25+ Jahre, braucht aber UV-Schutz-Beschichtung. Polycarbonat vergilbt nach 10–15 Jahren, Sonnensegel und Textildächer müssen nach 5–12 Jahren ersetzt werden. Langfristig sind Glas, Lamellen und Trapezblech günstiger, weil kein Ersatz anfällt.

Kann ich nachträglich ein Dach auf meine Pergola setzen?

Bei Aluminium-Pergolen mit ausreichend dimensionierten Profilen: ja. Bei Holzpergolen kommt es auf die Balkenstärke an, leichte Sonnensegel oder Polycarbonat-Platten gehen fast immer, ein schweres Glasdach braucht eine statische Prüfung. Die Pfosten müssen das Zusatzgewicht plus Schnee- und Windlast tragen können.