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Terrassenüberdachung mit Glas: Glasarten und Preise

Ein Glasdach bringt Tageslicht auf die Terrasse und bleibt über Jahrzehnte klar. Bei Terrassenüberdachungen und Pergolen mit Glasdach kommt fast ausschließlich Verbundsicherheitsglas (VSG) zum Einsatz, weil es bei Bruch zusammenhält. Die Rahmenkonstruktion aus Aluminium oder Stahl trägt das Gewicht, die Glasstärke und Beschichtung bestimmen den Preis.

Für Terrassenüberdachungen eignet sich VSG aus 2 x ESG mit PVB-Folie, üblich in 8 bis 12 mm Stärke. Klarglas kostet 80 bis 150 €/m², Sonnenschutzglas 120 bis 200 €/m² (Stand: März 2026).

7 Min. Lesezeit Aktualisiert: März 2026

VSG, ESG, Milchglas: welches Glas wofür?

VSG (Verbundsicherheitsglas) besteht aus 2 Scheiben ESG (Einscheibensicherheitsglas), die mit einer reißfesten PVB-Folie verklebt sind. Bricht eine Scheibe, hält die Folie die Splitter zusammen. Deshalb ist VSG für Überkopfverglasung gesetzlich vorgeschrieben.

Klarglas lässt rund 80 % des Lichts durch und gibt freien Blick zum Himmel. Nachteil: ohne Beschattung wird es unter der Glasfläche bei Sonne schnell warm. Milchglas (satiniert oder mit matter Folie) streut das Licht, reduziert Blendung und bietet Sichtschutz nach oben. Lichtdurchlässigkeit ca. 50 bis 60 %.

Sonnenschutzglas hat eine metallische Beschichtung, die Infrarotstrahlung reflektiert. Ergebnis: weniger Hitze unter dem Dach bei gleichzeitig guter Helligkeit. Lichtdurchlässigkeit je nach Beschichtung 40 bis 70 %, g-Wert (Energiedurchlassgrad) 20 bis 40 %.

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Glasstärken für Terrassenüberdachungen

GlasaufbauGesamtstärkeGewicht pro m²Einsatzbereich
VSG aus 2 x 4 mm ESG 8,76 mm ca. 22 kg/m² Standardgröße bis 1,5 m Sparrenabstand
VSG aus 2 x 5 mm ESG 10,76 mm ca. 27 kg/m² Größere Felder, höhere Schneelast
VSG aus 2 x 6 mm ESG 12,76 mm ca. 32 kg/m² Große Spannweiten, Schneelastzone 3+

Die 0,76 mm sind die PVB-Folie zwischen den Scheiben. Bei Sonnenschutzglas oder Milchglas ändert sich die Stärke nicht. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.

Preise nach Glasart

GlasartPreis pro m²Besonderheit
VSG Klarglas 8 mm 80–120 €/m² Standard, volle Transparenz
VSG Klarglas 10 mm 100–150 €/m² Für größere Felder
VSG Milchglas 8 mm 100–140 €/m² Blendschutz, Sichtschutz
VSG Sonnenschutzglas 8 mm 120–180 €/m² Hitzereduktion um 40–60 %
VSG Sonnenschutzglas 10 mm 150–200 €/m² Premium, wenig Aufheizung

Nur Glaspreise, ohne Unterkonstruktion und Montage. Stand: März 2026. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.

Glas vs. Polycarbonat

Polycarbonat-Stegplatten kosten 30 bis 60 €/m² und sind damit deutlich günstiger als VSG-Glas. Sie wiegen nur 2 bis 4 kg/m² (Glas: 22 bis 32 kg/m²), sind bruchsicher und einfacher zu montieren. Trotzdem entscheiden sich viele Bauherren für Glas.

Der Hauptgrund: Polycarbonat vergilbt nach 8 bis 12 Jahren und wird durch Kratzer milchig. Glas bleibt klar. Außerdem trommelt Regen auf Stegplatten deutlich hörbar, während ein Glasdach den Schall besser dämpft. Wer die Überdachung als dauerhaften Wohnraumersatz nutzt, fährt mit Glas besser. Bei knappem Budget oder einer Übergangs­lösung reicht Acrylglas (PMMA) oder Polycarbonat.

Schneelast und Reinigung

VSG-Glas in 8 mm trägt je nach Feldgröße 0,75 bis 1,5 kN/m² (75 bis 150 kg/m²). Für Schneelastzone 3 oder größere Felder über 1,2 m Breite sollte es 10 mm sein. Die genaue Berechnung macht der Glashersteller oder Statiker.

Reinigung: 2-mal im Jahr mit Wasser und Glasreiniger, Teleskop-Abzieher erleichtert die Arbeit. Selbstreinigende Beschichtung (Titandioxid) gibt es als Option. Sie zersetzt organischen Schmutz durch UV-Licht und lässt ihn bei Regen abspülen. Aufpreis: ca. 15 bis 25 €/m². Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viele Bäume in der Nähe stehen.

Vorteile

  • Dauerhaft klar, vergilbt nicht
  • Kratzfest und UV-beständig
  • Gute Schalldämmung bei Regen
  • Sonnenschutzglas reduziert Hitze erheblich
  • Lebensdauer 30+ Jahre ohne Austausch

Nachteile

  • Höheres Gewicht erfordert stärkere Unterkonstruktion
  • Teurer als Polycarbonat (Faktor 2 bis 4)
  • Montage schwieriger, oft Fachbetrieb nötig
  • Bei Klarglas ohne Beschattung starke Aufheizung
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Häufige Fragen

Welche Glasstärke brauche ich für eine Terrassenüberdachung?

8 mm VSG (2 x 4 mm ESG) reicht für Sparrenabstände bis 1,5 m in Schneelastzone 1 und 2. Bei größeren Feldern oder Zone 3 aufwärts: 10 mm VSG. Für besonders große Spannweiten oder extreme Schneelasten: 12 mm. Die genaue Stärke berechnet der Glashersteller.

Ist Plexiglas eine Alternative zu VSG für die Überdachung?

Plexiglas (Acrylglas, PMMA) ist leichter und günstiger, zerkratzt aber leicht und wird spröde. Für Überkopfverglasung ist VSG aus Sicherheitsgründen vorgeschrieben. Acrylglas eignet sich eher für Seitenwände. Als seitlicher Wetterschutz sind Glasschiebewände (Schiebeverglasung in Führungsschienen) die hochwertige Alternative.

Wie oft muss ich ein Glasdach reinigen?

2-mal im Jahr genügt bei normaler Umgebung. In der Nähe von Laubbäumen oder Nadelbäumen häufiger. Die Regenrinne im Herbst von Laub befreien. Selbstreinigende Beschichtung reduziert den Aufwand zusätzlich.