Renson Camargue vs. Warema Lamaxa
Wer ein Lamellendach im oberen Preissegment sucht, landet fast immer bei diesen zwei Herstellern. Renson kommt aus Belgien und gilt als Erfinder des bioklimatischen Lamellendachs. Warema ist der größte deutsche Sonnenschutzhersteller. Beide liefern Spitzenqualität, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Renson (Belgien) und Warema (Deutschland) sind die Marktführer bei bioklimatischen Lamellendächern in Europa. Renson-Systeme (z. B. Camargue) starten bei ca. 10.000 €, Warema (z. B. Lamaxa) bei ca. 8.000 € für 3×4 m mit Montage (Stand: März 2026).
Renson
ab 8.000 €, Belgien
Warema
ab 6.000 €, Deutschland
Segment
Beide Premium
Vertrieb
Nur über Fachhändler

Lamellendach mit verstellbaren Alu-Lamellen, freistehend
Breite
4,06 m
Tiefe
3,06 m
Windwiderstand
80 km/h
Schneelast
110 kg/m²
ab 3.003 €
Unverbindlicher Preis, Stand: März 2026
Vergleichstabelle
| Kriterium | Renson Camargue | Warema Lamaxa |
|---|---|---|
| Preis (3 × 4 m, montiert) | ab 12.000 € (Stand: März 2026) | ab 10.000 € (Stand: März 2026) |
| Herkunft | Belgien (Produktion in Waregem) | Deutschland (Produktion in Marktheidenfeld) |
| Maximale Spannweite | Bis 6,3 m ohne Mittelpfosten | Bis 6,0 m ohne Mittelpfosten |
| Lamellenbreite | 220 mm (Camargue) / 150 mm (Algarve) | 200 mm |
| Smart-Home-Integration | Renson Connect App, KNX, Modbus | Warema WMS, KNX, io-homecontrol |
| Integrierte Rinne | Ja – unsichtbar in der Traufleiste | Ja – in Traufe und Pfosten integriert |
| Beleuchtung | LED-Strips optional, dimmbar | LED-Beleuchtung optional, dimmbar |
| Seitenelemente | Loggia-Screens, Glas-Schiebewände, Zip-Screens | Zip-Screens, Senkrechtmarkisen, Glaselemente |
| Garantie | 5 Jahre auf Antrieb und Profil | 5 Jahre auf Antrieb, 10 Jahre auf Profil (lackiert) |
| Lieferzeit (ab Bestellung) | 8–14 Wochen | 6–12 Wochen |
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Unverbindliche Preise, Stand: März 2026
Vor- und Nachteile im Überblick
Renson Camargue
Vorteile
- + Designpreise und internationale Anerkennung
- + Breites Zubehör (Glas, Screens, Audio)
- + Windstabil bis 130 km/h (Camargue)
- + 10 Jahre Garantie
Nachteile
- − Höherer Einstiegspreis
- − Keine Direktbestellung möglich
- − Längere Lieferzeiten (8–14 Wochen)
Geeignet für
Wer maximale Ausstattung und internationales Design will und bereit ist, dafür zu zahlen.
Warema Lamaxa
Vorteile
- + Deutsches Unternehmen, kurze Lieferwege
- + Breiteres Produktsortiment (auch Markisen)
- + Dichteres Händlernetz in Deutschland
- + Oft etwas günstiger als Renson
Nachteile
- − Weniger Designfokus als Renson
- − Kleineres Zubehörsortiment bei Lamellendächern
- − Weniger internationale Referenzprojekte
Geeignet für
Wer einen deutschen Ansprechpartner bevorzugt, schnellere Lieferung braucht und etwas sparen will.
Welcher Hersteller passt zu dir?
Renson Camargue ist die Referenz für bioklimatisches Wohnen. Das System ist seit über 10 Jahren am Markt, das Händlernetz in Europa dicht, die Verarbeitung erstklassig. Wähle Renson, wenn du Maximalspannweite brauchst oder das Haus mit einem Smart-Home-System von KNX oder Modbus steuerst. Warema Lamaxa kostet 1.500–2.500 € weniger bei vergleichbarer Qualität und ist schneller lieferbar. Der Vorteil: Warema hat über 1.000 Fachpartner in Deutschland – kurze Wege für Service und Wartung. Wenn du ein gutes Lamellendach zum faireren Preis suchst, ist die Lamaxa die wirtschaftlichere Entscheidung.
Lamellendach mit verstellbaren Alu-Lamellen, freistehend
Breite
4,06 m
Tiefe
3,06 m
Windwiderstand
80 km/h
Schneelast
110 kg/m²
ab 3.003 €
Unverbindlicher Preis, Stand: März 2026
Komplett-Bausätze inkl. Montage
ab 1.099 €
Unverbindliche Preise inkl. MwSt., Stand: März 2026
Preisklassen
Renson Camargue startet bei ca. 12.000 € für 3 × 4 m inklusive Montage (Stand: März 2026). Mit LED-Beleuchtung, Regen-/Windsensor und Zip-Screen auf einer Seite landest du bei 16.000–20.000 €. Das kleinere Renson Algarve (schmalere Lamellen, max. 4,5 m Spannweite) beginnt bei 8.000 €.
Warema Lamaxa startet bei ca. 10.000 € für die gleiche Größe mit Montage. Vollausstattung mit Sensoren, LED und einem Seitenelement: 13.000–17.000 €. Das sind 2.000–3.000 € weniger als beim Renson-Pendant. Erklärung für den Unterschied: Renson positioniert sich als Lifestyle-Marke mit höheren Marketingkosten und einer kleineren Produktion.
Warema produziert in größerer Stückzahl und nutzt Synergien mit seiner Markisen- und Rollladen-Sparte. Die Materialqualität – Alu-Profile, Motorantrieb, Beschichtung – ist bei beiden auf vergleichbarem Niveau.
Händlernetz und Verfügbarkeit
Warema hat den Heimvorteil. Über 1.000 zertifizierte Fachpartner in Deutschland, vom Elektriker bis zum Sonnenschutz-Spezialisten. In den meisten Regionen findest du innerhalb von 30 km einen Ansprechpartner. Renson arbeitet in Deutschland mit einem kleineren, aber spezialisierten Händlernetz von ca. 200 Partnern.
In Großstädten und Ballungsräumen ist die Abdeckung gut, auf dem Land kann es dünn werden. Warum das relevant ist: bei einem Produkt dieser Preisklasse brauchst du Service vor Ort – für die Erstmontage, für Justierungen nach der ersten Saison und für Reparaturen nach 10+ Jahren.
Ein Händler, der 200 km entfernt sitzt, bedeutet Wartezeit und Anfahrtskosten. Lieferzeiten: Warema liefert in 6–12 Wochen, Renson in 8–14 Wochen. Im Frühjahr (Peak-Saison, März bis Mai) verlängern sich diese Zeiten bei beiden Herstellern um 2–4 Wochen.
Garantie und Service
Renson gibt 5 Jahre Garantie auf Antrieb und Profil. Warema differenziert: 5 Jahre auf den Antrieb, 10 Jahre auf die Profilbeschichtung. Auf dem Papier hat Warema damit die bessere Garantie. Allerdings betrifft die 10-Jahres-Garantie nur die Oberfläche (Pulverbeschichtung), nicht das Tragwerk.
In der Praxis sind beides extrem langlebige Produkte. Alu-Profile halten 30+ Jahre, der Motorantrieb (Somfy, Elero oder eigenes System) ist auf 20.000+ Zyklen ausgelegt – bei täglicher Nutzung reicht das für 50+ Jahre. Die typische Reparatur nach 8–12 Jahren: ein neuer Motor (300–600 € plus Einbau), wenn die Endschalter verschleißen.
Ersatzteile sind bei beiden Herstellern über mindestens 15 Jahre verfügbar. Renson unterhält ein zentrales Ersatzteillager in Belgien, Warema in Marktheidenfeld. Lieferzeit für Ersatzteile: 3–10 Werktage.
Smart-Home-Anbindung: io-homecontrol vs. KNX
Renson setzt auf io-homecontrol (Somfy-Protokoll) als Standard-Funkprotokoll. Steuerung per Somfy-Fernbedienung, TaHoma Switch oder per App. Integration in Apple HomeKit, Google Home und Amazon Alexa ist über die TaHoma-App möglich. KNX-Anbindung bietet Renson über einen optionalen KNX-Aktor (Aufpreis 200 bis 350 €).
Warema nutzt ein eigenes Funksystem (WMS – Warema Mobile System) neben io-homecontrol. Die WMS-Zentrale (ab 250 €) steuert Lamellen, Screens und Beleuchtung. KNX ist bei Warema stärker verankert: viele Produkte sind ab Werk KNX-kompatibel, ohne zusätzlichen Aktor. Für Gebäude mit bestehender KNX-Installation ist Warema deshalb oft die einfachere Wahl.
Preise: Stand März 2026, inkl. MwSt. UVP laut Hersteller, tagesaktuelle Preise im jeweiligen Shop.
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Häufige Fragen
Gibt es günstigere Alternativen zu Renson und Warema?
Ja. Weinor (Artares), HELLA (HeliaLux) und Markilux bieten Lamellendächer ab 6.000–8.000 € (3 × 4 m, montiert). Die Qualität ist gut, die Spannweiten etwas geringer (meist max. 5,5 m). Für Standardgrößen reichen diese Systeme völlig aus. Bei Sondermaßen und maximaler Spannweite haben Renson und Warema die Nase vorn.
Kann ich ein Renson- oder Warema-Lamellendach selbst montieren?
Beide Hersteller verkaufen ausschließlich über Fachpartner – Selbstmontage ist nicht vorgesehen und würde die Garantie gefährden. Der Grund: die Lamellensysteme wiegen 300–500 kg, die Elektrik muss normgerecht angeschlossen werden, und die Dichtigkeit der Wasserführung verlangt Erfahrung. Montagekosten liegen bei 1.500–3.000 € und sind im Angebotspreis des Fachhändlers meist enthalten.
Wie laut sind die Lamellen bei Regen?
Beide Systeme verwenden Alu-Lamellen, die bei starkem Regen hörbar sind – vergleichbar mit Regen auf einem Blechdach, aber gedämpfter. Renson füllt die Lamellen der Camargue optional mit Schaumstoff, was den Schall deutlich reduziert. Warema bietet das bei der Lamaxa nicht serienmäßig an. Bei geschlossener Terrasse mit Seitenelementen fällt das Regengeräusch weniger ins Gewicht.
Welches System integriert sich besser ins Smart Home?
Kommt auf dein System an. Renson Connect arbeitet nativ mit KNX und Modbus – ideal für verkabelte Smart-Home-Installationen. Warema WMS (Wireless Management System) funkt auf 868 MHz und lässt sich per io-homecontrol in Somfy-Systeme einbinden. Für Apple HomeKit oder Google Home brauchst du bei beiden einen Umweg über Home Assistant, Homey oder eine ähnliche Brücke.
Lassen sich Renson und Warema optisch unterscheiden?
Auf den ersten Blick kaum. Beide verwenden hochwertige Alu-Profile in ähnlichen Farbtönen (Anthrazit, Weiß, Grau sind die Bestseller). Unterschiede im Detail: Renson hat breitere Lamellen (220 mm vs. 200 mm bei Warema) und eine etwas schlankere Traufleiste. Warema-Profile wirken eine Spur kantiger. Auf 10 m Entfernung sieht kein Laie den Unterschied.
Kann ich ein Renson-Lamellendach mit meiner bestehenden Somfy-Steuerung verbinden?
Ja, wenn deine vorhandenen Somfy-Geräte das io-homecontrol-Protokoll nutzen. Renson-Lamellendächer lassen sich direkt in die TaHoma-App einbinden und mit anderen Somfy-Produkten (Rollläden, Markisen, Licht) in Szenarien kombinieren.