Freistehende Holz-Pergola: der günstigste Einstieg
Vier Pfosten, zwei Querbalken, sechs Sparren, fertig. Die freistehende Holz-Pergola ist das einfachste Bauprojekt für den ambitionierten Heimwerker. Material ab 400 €, Aufbau an einem Wochenende. Kein anderes Material ist so direkt zugänglich wie Holz vom Baumarkt oder Holzhändler.
Eine freistehende Holz-Pergola ist die günstigste Pergola-Variante: Bausätze aus Douglasie oder Lärche gibt es ab 600 € (Stand: März 2026). Der Aufbau dauert 1–2 Tage und erfordert vier Punktfundamente.
Holzpergola aus Zedernholz mit Stoffdach, freistehend
Breite
4,27 m
Tiefe
3,05 m
Windwiderstand
75 km/h
Schneelast
ab 1.653 €
Unverbindlicher Preis, Stand: März 2026
Kosten nach Holzart (3 × 4 m, freistehend)
| Holzart | Material | Mit Beschlägen | Komplett mit Fundament |
|---|---|---|---|
| Kiefer KDI | 300–600 € | 400–750 € | 500–900 € |
| Douglasie | 500–1.000 € | 600–1.200 € | 750–1.400 € |
| Lärche | 600–1.200 € | 750–1.400 € | 900–1.600 € |
| Thermoholz | 900–1.800 € | 1.050–2.000 € | 1.200–2.200 € |
Preise für Selbstbau aus Einzelteilen, ohne Werkzeug, Stand: März 2026. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.
ab 497 €
Unverbindliche Preise, Stand: März 2026
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Aufbau in drei Schritten
Erster Tag: Vier Punktfundamente ausheben, Beton gießen, Pfostenträger einsetzen. Über Nacht aushärten lassen. Zweiter Tag: Pfosten aufstellen und lotrecht fixieren, Querbalken auflegen und verschrauben, Sparren montieren. Zu zweit machbar, zu dritt komfortabler. Werkzeug: Akkubohrschrauber, Wasserwaage, Winkelschleifer (zum Kürzen), Spaten. Mietkosten für Werkzeug, falls nötig: 30–50 € am Baumarkt.
Typische Fehler beim Selbstbau
Nummer eins: Pfosten nicht tief genug eingegraben. 60 cm reichen nicht, 80 cm sind Pflicht, damit Frost die Pergola nicht anhebt. Nummer zwei: Sparren ohne Überstand. 30 cm Überstand an jeder Seite sieht besser aus und schützt die Querbalken vor Regen. Nummer drei: Hirnholz nicht versiegelt. Die Schnittflächen am Kopf der Pfosten saugen Wasser wie ein Schwamm, dort immer extra Holzschutz auftragen.
Holzart wählen: Fichte, Douglasie oder Lärche?
Fichte (Druckimprägniert, KVH): günstigste Option, ab 5 €/lfm für 90 × 90 mm Pfosten. Muss druckimprägniert oder lasiert werden, sonst fault sie innerhalb von 5 Jahren. Die grünliche Farbe der Imprägnierung vergraut nach 1–2 Jahren.
Douglasie: natürlich dauerhaft (Resistenzklasse 3), rotbrauner Farbton, 8–12 €/lfm. Braucht keinen chemischen Holzschutz, nur Öl für die Optik. Hält als Pergola 15–20 Jahre.
Lärche: ähnliche Dauerhaftigkeit wie Douglasie, aber fester und schwerer. 10–15 €/lfm. Harzreich, kann in den ersten Jahren harzige Tropfen bilden (lässt sich mit Terpentin entfernen). In Österreich und Süddeutschland regionaler als Douglasie.
Für den Selbstbau empfehlen sich Douglasie oder Lärche. Die Mehrkosten gegenüber Fichte rechnen sich über die Lebensdauer, du sparst dir den Anstrich alle 2–3 Jahre.
Zeitplan Selbstbau: was realistisch ist
Ein erfahrener Heimwerker baut eine freistehende Holz-Pergola 3 × 4 m an zwei Wochenenden auf. Der Ablauf:
Tag 1: Fundamente ausheben und betonieren. Trocknung: mindestens 48 Stunden, besser eine Woche. Nicht bei Frost.
Tag 2–3 (nächstes Wochenende): Pfostenträger montieren, Pfosten aufrichten, Querbalken und Sparren verschrauben. Zu zweit machbar, alleine nur mit Stützvorrichtung.
Tag 4 (optional): Oberflächenbehandlung (Öl oder Lasur), Feinschliff, Beleuchtung.
Werkzeug: Akkubohrschrauber, Kreissäge oder Handkreissäge, Wasserwaage (min. 1 m), Schraubzwingen, Leiter. Spezialwerkzeug ist nicht nötig.
Hersteller-Bausätze und Fundament-Verankerung
Wer nicht selbst zuschneiden will, greift zum fertigen Bausatz. Joda (Bernd Jorkisch GmbH) liefert freistehende Pergola-Sets aus Lärche ab 320 € für Einzelelemente. Karibu bietet Komplett-Bausätze aus Fichtenholz (KDI) ab 350 €, Weka startet bei 400 € für Kiefer KDI. Die Qualitätsunterschiede liegen im Holzquerschnitt: Karibu verwendet bei Einstiegsmodellen 70 × 70 mm Pfosten, Weka ab dem Mittelsegment 90 × 90 mm. Für freistehende Pergolen ab 3 × 4 m sind 90 × 90 mm Pflicht.
Das Fundament macht den Unterschied zwischen »steht 5 Jahre« und »steht 20 Jahre«. Standardlösung für freistehende Holz-Pergolen: Punktfundamente (30 × 30 cm, 80 cm tief) mit H-Ankern oder höhenverstellbaren Pfostenträgern aus Edelstahl. H-Anker kosten 8 bis 15 € pro Stück und geben dem Holzpfosten 5 cm Bodenabstand, genug, damit Spritzwasser keinen Kontakt zum Hirnholz hat. Wer in einem Gebiet mit hoher Schneelast baut (ab 0,85 kN/m², Schneelastzone 2 nach DIN EN 1991-1-3), dimensioniert die Fundamente auf 40 × 40 cm und wählt Pfosten ab 12 × 12 cm (Douglasie, Dauerhaftigkeitsklasse 3 nach DIN EN 350).
ab 497 €
Unverbindliche Preise, Stand: März 2026
Stärken und Schwächen
Stärken
- + Günstigster Einstieg: Material ab 400 € (Fichte KVH, 3 × 3 m)
- + Komplett in Eigenleistung machbar, keine Spezialwerkzeuge nötig
- + Natürliche Optik, die mit der Zeit eine silbergraue Patina entwickelt
- + Holz lässt sich jederzeit nachbearbeiten: schleifen, ölen, streichen
Einschränkungen
- – Regelmäßige Pflege nötig (alle 2–3 Jahre Öl oder Lasur bei Fichte)
- – Holz arbeitet. Schraubverbindungen regelmäßig nachziehen
- – Schwerer als Alu bei gleicher Tragfähigkeit
- – Keine werkseitige Entwässerung über die Pfosten
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Häufige Fragen
Was ist günstiger – Holz-Bausatz oder Einzelteile?
Einzelteile vom Holzhändler sind 20–40 % günstiger als ein fertiger Bausatz. Du sparst die Verpackung, das Marketing und die vorkonfektionierten Verbinder. Dafür musst du selbst planen und zuschneiden. Bei einer 3 × 4 m Pergola sind das 200–600 € Unterschied.
Brauche ich eine Baugenehmigung für eine freistehende Holz-Pergola?
Eine offene Pergola ohne festes Dach ist in den meisten Bundesländern genehmigungsfrei, unabhängig von der Größe. Sobald du Polycarbonat-Platten, Glas oder ein Lamellendach draufsetzt, gelten die Regeln für Terrassenüberdachungen.