Zum Inhalt springen

Freistehende Alu-Pergola: Preise und Modelle

Vier Pfosten, kein Wandanschluss, volle Gestaltungsfreiheit. Eine freistehende Alu-Pergola lässt sich überall im Garten aufstellen, am Pool, auf der Rasenfläche oder als eigenständiger Pavillon. Der Preis startet bei knapp 2.000 € für einen Bausatz.

Eine freistehende Alu-Pergola kostet als Bausatz 2.200–8.000 € und eignet sich für Garten, Terrasse oder Gastronomie-Außenbereiche (Stand: März 2026). Sunjoy, Pergolux und Palram bieten Alu-Bausätze für Selbstmontage an.

Aluminium-Pergola freistehend – Konstruktion und Merkmale
Sunjoy|MATTERHORN 3×3 m Anthrazit
Werbung

Lamellendach mit verstellbaren Alu-Lamellen, freistehend

Breite

3,06 m

Tiefe

3,06 m

Windwiderstand

75–80 km/h

Schneelast

110 kg/m²

ab 2.199 €

Unverbindlicher Preis, Stand: März 2026

MATTERHORN ansehen

Modelle und Preise

HerstellerModellGrößePreis abTyp
Pergolux Sundream S3 3 × 3 m 3.500 € Bausatz, Selbstmontage
Pergolux Standard S3 3 × 3 m 1.800 € Bausatz, manuelle Kurbel
Palram Stockholm 3 × 4 m 2.500 € Bausatz, Polycarbonat
Renson Camargue 3 × 4 m 12.000 € Fachhändler, Lamellendach
Warema Lamaxa 3 × 4 m 9.000 € Fachhändler, Lamellendach

Preise inkl. MwSt., freistehende Variante, Stand: März 2026. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.

Sunjoy|Pergolen und Lamellendächer
Werbung

ab 497 €

Unverbindliche Preise, Stand: März 2026

Sunjoy Pergolen ansehen

Werbung · Sunjoy

Aluminium-Pergolen mit Lamellen bei Sunjoy

Preise inkl. MwSt. zzgl. Versand. Stand: 2026-05-02 (Awin-Datafeed). Affiliate-Links – wenn du kaufst, erhalten wir eine Provision.

Fundament für die freistehende Variante

Ohne Hauswand als Rückgrat braucht die freistehende Pergola vier stabile Auflagepunkte. Standardlösung: Punktfundamente, 30 × 30 cm Querschnitt, 80 cm tief. Bei Alu-Pergolen reicht das für alle gängigen Größen bis 5 × 5 m. Die Pfostenträger werden einbetoniert, die Profile per Schraubverbindung aufgesetzt. Gesamtkosten Fundament: 60–120 € Material plus einen halben Tag Arbeit.

Freistehend vs. Wandmontage: wann sich vier Pfosten lohnen

Freistehend ist die richtige Wahl, wenn die Terrasse nicht direkt am Haus liegt, wenn die Hauswand nicht tragfähig ist (z. B. WDVS ohne stabile Unterkonstruktion) oder wenn du die Pergola später versetzen willst. Wandmontage spart 20–30 % Kosten und ein Fundament-Paar. Wer beides will: Manche Hersteller bieten Modelle an, die sowohl freistehend als auch wandmontiert funktionieren.

Sunjoy|Pergolen und Lamellendächer
Werbung

ab 497 €

Unverbindliche Preise, Stand: März 2026

Sunjoy Pergolen ansehen

Pulverbeschichtung und Farbwahl

Die meisten freistehenden Alu-Pergolen kommen pulverbeschichtet, das heißt, eine Kunststoffschicht wird elektrostatisch aufgetragen und bei 180 °C eingebrannt. Standardfarben: Anthrazit (RAL 7016), Weiß (RAL 9016), Grau (RAL 9006). Sonderfarben kosten 15–25 % Aufpreis und verlängern die Lieferzeit um 2–4 Wochen.

Billige Bausätze nutzen statt Pulverbeschichtung eine Nasslackierung. Der Unterschied zeigt sich nach 3–5 Jahren: Nasslack blättert an Schraubstellen, Pulverbeschichtung nicht. Die Schichtdicke sollte mindestens 60 µm betragen (Qualicoat-Standard), besser 80 µm. Frag beim Kauf nach dem Beschichtungsverfahren und der Schichtdicke.

Entwässerung bei freistehender Aufstellung

Eine freistehende Pergola mit Lamellendach oder Glasdach sammelt Regenwasser. Wohin damit? Die Pfosten dienen gleichzeitig als Fallrohre, bei Renson, Warema und Weinor fließt das Wasser durch die Hohlprofile nach unten. Am Boden brauchst du entweder einen Ablauf in die Kanalisation oder eine Sickergrube (Kiesschüttung, 40 × 40 cm, 60 cm tief).

Ohne Entwässerung steht nach jedem Regen eine Pfütze unter der Pergola. Bei Rasenflächen reicht oft der natürliche Abfluss. Auf befestigten Flächen (Pflaster, Beton) musst du die Entwässerung planen, bevor du die Fundamente gießt.

Profilstärke und Schneelast: worauf du beim Kauf achten solltest

Freistehende Alu-Pergolen müssen Wind und Schnee ohne Wandrückhalt abfangen. Die Profilstärke entscheidet, ob die Konstruktion das aushält. Markenprodukte wie die Renson Camargue verwenden Pfosten aus EN AW-6060 (AlMgSi) mit 140 × 140 mm Querschnitt und 2,0 mm Wandstärke. Günstige Import-Bausätze kommen oft mit 80 × 80 mm und 1,2 mm Wandstärke – das reicht für Schneelastzone 1 (bis 65 kg/m²), wird in Zone 2 (bis 85 kg/m²) aber knapp.

Die Schneelastzonen sind in DIN EN 1991-1-3 festgelegt. Zone 1 deckt das Flachland ab, Zone 2 das Mittelgebirge, Zone 3 die Höhenlagen. Die Zonenkarte findest du beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt). Frag beim Kauf nach der maximalen Schneelast in kg/m², seriöse Hersteller geben sie im Datenblatt an. Renson nennt bis zu 200 kg/m² für die Camargue, Pergolux gibt 75 kg/m² für seine Standardmodelle an.

Faustregel: Wer südlich der Mainlinie oder im Mittelgebirge baut, braucht Profile mit mindestens 1,8 mm Wandstärke und 120 × 120 mm Pfosten.

Smart-Home und Beleuchtung bei freistehender Aufstellung

Freistehende Alu-Pergolen stehen selten direkt am Haus, also braucht der Stromanschluss Planung. Wer LED-Spots, Heizstrahler oder motorisierte Seitenteile nachrüsten will, legt am besten während des Fundamentbaus ein Erdkabel (NYY-J 5 × 1,5 mm²) vom Haus zur Pergola. Nachträglich graben kostet unnötig Aufwand.

Bei Modellen mit App-Steuerung (Renson Connect, Warema WMS, Weinor BiConnect) brauchst du WLAN-Empfang am Standort. Rensons Gateway hat eine Reichweite von ca. 30 m im Freien, in der Praxis oft weniger. Ein Outdoor-WLAN-Repeater (40 bis 80 €) löst das Problem. KNX-fähige Systeme (Warema Lamaxa, HELLA VENTUR) lassen sich in bestehende Gebäudeautomation einbinden, brauchen dann aber ein KNX-Buskabel statt WLAN. Die Somfy-Funksteuerung über io-homecontrol ist bei einigen Drittanbieter-Pergolen ebenfalls kompatibel, allerdings nicht bei den Markensystemen von Renson oder Warema, die proprietäre Protokolle nutzen.

Integrierte LED-Beleuchtung ist bei Pergolux ab der Sundream-Serie serienmäßig, bei Palram als Zubehör nachrüstbar (150 bis 400 €). Die Warema Lamaxa bietet optional dimmbare LED-Leisten in den Trägerprofilen.

Windklassen und Normen: was die Datenblätter verraten

Freistehende Alu-Pergolen werden nach EN 1932 (Abschlüsse für Gebäudeöffnungen) oder EN 13561 (Markisen) klassifiziert. Die Windwiderstandsklassen reichen von 0 bis 6, wobei Klasse 6 einem Prüfdruck von 0,40 kN/m² entspricht, das sind rechnerisch rund 100 km/h Windgeschwindigkeit.

Renson zertifiziert die Camargue bis Windklasse 6 (0,40 kN/m²). Die Warema Lamaxa L kommt auf Klasse 5 (0,27 kN/m², etwa 80 km/h). Pergolux gibt für die Sundream S3 keine EN-1932-Klassifizierung an, hier hilft nur der Blick ins technische Datenblatt mit den maximalen Windgeschwindigkeiten.

Schneelast wird nach DIN EN 1991-1-3 berechnet. In Zone 1 (Norddeutschland) sind das 0,65 kN/m², in Zone 2 (Mittelgebirgsrand) 0,85 kN/m². Die Renson Camargue hält bis 2,0 kN/m² aus, das übersteigt sogar Zone 3. Bei günstigen Bausätzen liegt die Grenze oft bei 0,65 bis 0,75 kN/m². Wer südlich von Frankfurt baut, sollte die zulässige Schneelast im Angebot prüfen, bevor er bestellt.

Stärken und Schwächen

Stärken

  • + Standortwahl ohne Wandbindung. Pool, Rasen, Kiesfläche
  • + Nachträgliches Versetzen möglich (Verschraubung statt Einbetonierung)
  • + Windstabil bei korrektem Fundament (80–130 km/h je nach Modell)
  • + Modulare Erweiterung: Seitenteile, Beleuchtung, Heizstrahler nachrüstbar

Einschränkungen

  • Vier Fundamente nötig (statt zwei bei Wandmontage)
  • 20–30 % teurer als wandmontierte Variante gleicher Größe
  • Braucht Entwässerungslösung bei festem Dach auf befestigter Fläche
Sunjoy

Alle Pergolen und Lamellendächer bei Sunjoy

ab 497 €

Unverbindliche Preise, Stand: März 2026

Jetzt ansehen
Werbung
Gartenhausfabrik|Nexus 294×294 cm
Werbung

Freistehendes Terrassendach, Alu-Rahmen mit Stahlblech-Dach

Breite

2,94 m

Tiefe

2,94 m

Schneelast

75 kg/m²

1.099 € inkl. MwSt. (UVP laut Hersteller: 1.499 €)

Unverbindlicher Preis inkl. MwSt., Stand: März 2026

Nexus 294×294 cm ansehen

Verwandte Pergola-Typen

Weiter informieren

Häufige Fragen

Wie stabil steht eine freistehende Alu-Pergola bei Wind?

Mit korrektem Fundament (80 cm tief, einbetonierte Pfostenträger) hält eine Standard-Alu-Pergola Windgeschwindigkeiten bis 80–100 km/h stand. Lamellendach-Modelle wie die Renson Camargue sind auf 130 km/h getestet. Ohne Fundament, nur aufgestellt, kippt sie bei Sturm.

Kann ich eine freistehende Alu-Pergola auf der Terrasse verankern?

Auf einer Betonplatte (min. 10 cm dick) ja, mit Schwerlastdübeln und Plattenankern. Auf Pflaster musst du einzelne Steine herausnehmen und darunter Punktfundamente gießen. Holzterrassen tragen keine Pergola, die Pfosten müssen durch die Dielen hindurch in den Boden gründen.