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Doppelstegplatten vs. Glas: welches Dach für die Pergola?

Wer seine Pergola mit einem festen Dach ausstatten will, steht vor der Wahl: Doppelstegplatten aus Polycarbonat oder VSG-Glas. Beide sind lichtdurchlässig und regenfest. Der Preisunterschied ist erheblich, die Qualitätsunterschiede auch.

Doppelstegplatten kosten 20–50 €/m², VSG-Glas 80–150 €/m² (Stand: März 2026). Polycarbonat vergilbt nach 8–12 Jahren und muss getauscht werden. VSG-Glas hält 25–40 Jahre ohne Qualitätsverlust. Über 20 Jahre schrumpft der Preisunterschied auf Faktor 1,5–2.

Aktualisiert: März 2026
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Vergleichstabelle

Kriterium Doppelstegplatten (PC) VSG-Glas
Preis/m² 20–50 € 80–150 €
Lichtdurchlass 75–85 % 85–90 %
Optik Leicht milchig, Stegstruktur sichtbar Glasklar, hochwertig
Vergilbung Nach 8–12 Jahren Nie
Lebensdauer 10–15 Jahre 25–40 Jahre
Gewicht/m² 2–4 kg 20–30 kg
Bruchverhalten Flexibel, splittersicher Splitter haften an Folie
Hagelresistenz Gut (bis 20 mm) Gut (abhängig von Dicke)
Wärmedämmung Gut (Stege isolieren) Gering (Einfachglas)
Reinigung Alle 6–12 Monate Alle 3–6 Monate
Schneelast-Eignung Gut (leicht, flexibel) Gut (aber schwer)
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Wann sich welches Material lohnt

Doppelstegplatten sind die richtige Wahl, wenn das Budget unter 2.000 € für das Dach liegt, die Pergola als Carport dient oder du erst testen willst, ob ein festes Dach zu deinem Nutzungsverhalten passt. Der Austausch nach 10–15 Jahren ist günstig und einfach.

VSG-Glas lohnt sich bei dauerhaften Investitionen, die 25+ Jahre halten sollen. Es sieht hochwertiger aus, vergilbt nie und wertet die Immobilie auf. Bei repräsentativen Terrassen oder Glasdach-Pergolen mit Sichtachse ins Haus ist VSG die einzige Option, die optisch überzeugt.

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Kosten über 20 Jahre

Doppelstegplatten für eine 3 × 4 m Pergola (12 m²): 240–600 €. Nach 12 Jahren Austausch nötig: nochmal 240–600 €. Gesamtkosten über 20 Jahre: 480–1.200 €.

VSG-Glas für dieselbe Fläche: 960–1.800 €. Kein Austausch nötig. Gesamtkosten über 20 Jahre: 960–1.800 €.

Der Preisunterschied über die Lebensdauer schrumpft also von Faktor 3–4 (Anschaffung) auf Faktor 1,5–2 (Gesamtkosten). Dazu kommt: Glas braucht eine stärkere Tragkonstruktion, was die Pergola selbst um 500–1.500 € verteuert.

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Vergilbung: das größte Problem der Doppelstegplatten

UV-Strahlung zersetzt den Kunststoff langsam – deshalb vergilben alle Polycarbonat-Platten früher oder später. Nach 8–10 Jahren wird die Platte gelblich und milchig. Der Lichtdurchlass sinkt von 85 % auf unter 70 %. Es sieht dann aus wie ein altes Gewächshaus.

Hochwertige Platten mit UV-Koextrusion (z. B. Makrolon von Covestro) halten länger – 12–15 Jahre bis zur sichtbaren Vergilbung. Aber irgendwann trifft es jede Polycarbonatplatte.

Glas kennt dieses Problem nicht. Die Transparenz bleibt über 30+ Jahre identisch.

Langzeitverhalten: Vergilbung, Kratzer und Austausch

Polycarbonat-Doppelstegplatten haben auf einer Seite eine UV-Schutzschicht (Coextrusion). Diese Seite muss nach oben zeigen, sonst vergilbt das Material deutlich schneller. Mit korrekt montierter UV-Schicht halten die Platten 10 bis 15 Jahre, bevor sie sichtbar gelblich werden und an Lichtdurchlässigkeit verlieren. Kratzer durch Äste, Hagel oder Reinigung sind nicht reparabel.

Austausch: die Platten lassen sich mit einer Stichsäge oder Kreissäge zuschneiden und einzeln tauschen. Kosten pro Platte (16 mm, 200 × 98 cm): 25 bis 40 €.

VSG-Glas vergilbt nicht, verkratzt kaum und hält bei normaler Beanspruchung 30+ Jahre. Ein Austausch ist aufwendiger: die Scheibe muss exakt gefertigt und vom Glaser eingesetzt werden. Kosten pro Scheibe (VSG 8 mm, ca. 1 m²): 60 bis 120 € plus Einbau.

Acrylglas (PMMA/Plexiglas) als dritte Option ist kratzempfindlicher als Polycarbonat, vergilbt aber langsamer (15 bis 20 Jahre). Es ist steifer und hat eine bessere Lichtdurchlässigkeit (92 % vs. 80 % bei Stegplatten). Nachteil: Acrylglas splittert bei Bruch und ist für Überkopfverglasung nicht zugelassen.

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Häufige Fragen

Sind Doppelstegplatten günstiger als Glas?

In der Anschaffung ja: 20–50 €/m² vs. 80–150 €/m² (Stand: März 2026). Über 20 Jahre schrumpft der Unterschied, weil Doppelstegplatten nach 10–15 Jahren ausgetauscht werden müssen.

Wie dick sollten Doppelstegplatten für eine Pergola sein?

Mindestens 16 mm für Pergola-Dächer. 10 mm ist zu dünn und durchbiegt sich bei Schneelast. 25 mm bietet bessere Wärmedämmung, ist aber schwerer und teurer. Bei Spannweiten über 1 m zwischen den Sparren: 16 mm mit 3-fach-Steg.

Kann ich Doppelstegplatten später gegen Glas tauschen?

Grundsätzlich ja, aber die Tragkonstruktion muss das höhere Gewicht des Glases (20–30 kg/m² vs. 2–4 kg/m²) tragen. Eventuell müssen Sparren verstärkt oder Zwischenstützen ergänzt werden.

Darf ich Acrylglas (Plexiglas) als Terrassendach verwenden?

Für Überkopfverglasung ist Acrylglas (PMMA) baurechtlich nicht zugelassen, weil es bei Bruch in scharfe Splitter zerfällt. Erlaubt sind VSG-Glas (Verbundsicherheitsglas) und Polycarbonat. Polycarbonat ist bruchfest und splittersicher, weshalb es als preisgünstige Alternative zu VSG-Glas eingesetzt wird.