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Carport vs. Pergola: Was passt besser zu deinem Grundstück?

Carport und Pergola sehen auf den ersten Blick ähnlich aus: Pfosten, Dach, offene Seiten. Doch baurechtlich, funktional und preislich gibt es klare Unterschiede.

Ein Carport hat ein festes Dach und schützt das Auto vor Witterung. Eine Pergola hat offene Querbalken und dient als Terrassenüberdachung. Carports kosten 1.500–5.000 € (Holz) bzw. 3.000–8.000 € (Alu), Pergolen 500–8.000 € (Stand: März 2026).

7 min Lesezeit Aktualisiert: März 2026

Carport

3.000–15.000 € (Holz/Alu)

Pergola

500–12.000 € (je nach Material)

Baurecht

Carport oft genehmigungsfrei, Pergola variiert

Nutzung

Carport = Fahrzeug, Pergola = Aufenthalt

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Vergleichstabelle

Kriterium Carport Pergola
Hauptzweck Fahrzeug-Unterstand Terrassen- und Gartenüberdachung
Dach Immer geschlossen (Blech, Polycarbonat, Glas) Offen, mit Sonnensegel oder fest eingedeckt
Preisspanne 3.000–15.000 € 500–12.000 €
Baurecht In vielen BL genehmigungsfrei bis 50 m² Abhängig von BL, Größe und Dachtyp
Materialien Holz, Stahl, Aluminium Holz, Aluminium, Stahl, WPC
Schneelast-Anforderung Immer statisch nachzuweisen Nur bei geschlossenem Dach
Seitenteile Selten (Carport-Wände optional) Häufig (Sichtschutz, Windschutz)
Beleuchtung/Heizung Selten Häufig (LED, Infrarot-Strahler)
Wertsteigerung Immobilie Hoch (Stellplatz-Nachweis) Mittel (Wohnfläche-Aufwertung)
Lebensdauer 20–30 Jahre 15–30 Jahre (materialabhängig)
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Vor- und Nachteile im Überblick

Carport

Vorteile

  • + Schutz für Fahrzeug vor Witterung
  • + Oft genehmigungsfrei bis 50 m²
  • + Steigert den Immobilienwert (Stellplatz-Nachweis)
  • + Statisch robust, immer mit Schneelast-Berechnung

Nachteile

  • Kein Aufenthaltsbereich – rein funktional
  • Optisch weniger flexibel
  • Höhere Mindestkosten als einfache Pergola

Geeignet für

Grundstücke mit Stellplatzbedarf, Schutz für Auto, Wohnmobil oder Fahrräder, Regionen mit hoher Schneelast.

Pergola

Vorteile

  • + Vielseitig nutzbar: Terrasse, Garten, Gastronomie
  • + Große Gestaltungsfreiheit (Material, Form, Zubehör)
  • + Günstiger Einstieg ab 500 € (Holz-Bausatz)
  • + Erweiterbar mit Beleuchtung, Heizung, Sichtschutz

Nachteile

  • Kein vollwertiger Fahrzeug-Unterstand
  • Baugenehmigung je nach Bundesland nötig
  • Offene Konstruktion bietet begrenzten Regenschutz

Geeignet für

Terrassen- und Gartengestaltung, Außengastronomie, Bereiche zum Entspannen und Essen im Freien.

Fazit: Carport oder Pergola?

Wer einen Stellplatz braucht, wählt den Carport. Wer die Terrasse aufwerten möchte, greift zur Pergola. Auf großen Grundstücken lohnt sich beides – ein Carport für das Auto und eine Pergola für den Garten. Baurechtlich sind Carports oft einfacher, weil viele Landesbauordnungen sie bis zu einer bestimmten Größe genehmigungsfrei stellen. Bei Pergolen hängt die Genehmigungspflicht stärker von der Dachkonstruktion ab.

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Breite

4,06 m

Tiefe

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Kombination: Carport mit angebauter Pergola

Wer Platz und Budget hat, kann Carport und Pergola verbinden. Der Carport schützt das Fahrzeug, die angebaute Pergola dient als überdachter Durchgang zum Haus oder als Sitzbereich neben dem Stellplatz.

Baurechtlich gilt die Gesamtfläche als eine bauliche Anlage. Prüfe daher, ob die kombinierte Grundfläche noch innerhalb der Genehmigungsfreigrenze deines Bundeslandes liegt.

Optisch wirkt die Kombination besonders stimmig, wenn beide Teile aus dem gleichen Material und in der gleichen Farbe ausgeführt sind – zum Beispiel Aluminium in Anthrazit.

Maße und Durchfahrtshöhe: was ein Carport zusätzlich braucht

Ein Carport muss mindestens 2,50 m lichte Durchfahrtshöhe haben, besser 2,80 m für SUVs und Transporter. Die Breite pro Stellplatz beträgt mindestens 2,50 m (besser 3,00 m), die Tiefe 5,00 bis 6,00 m für Standard-PKW. Damit ist ein Carport deutlich größer als die typische Terrassenpergola (3 × 4 m).

Ein Doppelcarport braucht mindestens 5,50 × 5,50 m Grundfläche. Bei diesen Spannweiten reichen 4 Pfosten nicht: ein Mittelträger oder stärkere Querbalken (Leimholz GL24h oder Stahl-Profile) sind nötig. Die Dachneigung liegt bei Flachdach-Carports bei 3 bis 5 % für die Wasserableitung. Eine Pergola als Carport zu nutzen funktioniert nur, wenn sie ein festes Dach bekommt und die Pfosten richtig dimensioniert sind.

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Häufige Fragen

Ist ein Carport günstiger als eine Pergola?

Nicht unbedingt. Ein einfacher Holz-Carport kostet ab 3.000 €, eine einfache Holz-Pergola ab 500 €. Bei Aluminium-Ausführungen liegen beide im Bereich von 5.000 bis 15.000 €.

Kann ich eine Pergola als Carport nutzen?

Nur eingeschränkt. Eine offene Pergola bietet keinen Regenschutz für das Fahrzeug. Mit festem Dach (Glas oder Polycarbonat) funktioniert es. Dann gelten aber die gleichen statischen Anforderungen wie bei einem Carport.

Welche Baugenehmigung brauche ich?

Das hängt vom Bundesland ab. Carports sind in vielen Ländern bis 50 m² genehmigungsfrei. Bei Pergolen variiert die Genehmigungspflicht stärker – entscheidend ist, ob ein festes Dach vorhanden ist.

Was steigert den Immobilienwert mehr?

Ein Carport, weil er als Stellplatz-Nachweis gilt. Das ist bei Verkauf oder Vermietung ein messbarer Vorteil. Eine Pergola steigert den Wohnwert, wird aber seltener in die Wertermittlung einbezogen.

Kann ich eine bestehende Pergola zum Carport umfunktionieren?

Nur wenn die Pfosten stark genug sind (mindestens 10 × 10 cm Holz oder 100 × 100 mm Alu), die Spannweite der Querbalken die Schneelast mit Dach trägt und die Grundfläche für ein Fahrzeug reicht (mindestens 2,50 × 5,00 m). Außerdem wird ein Carport in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig.