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Solar-Pergola: Strom vom eigenen Dach

Eine Pergola mit Photovoltaik-Modulen auf dem Dach beschattet die Terrasse und erzeugt gleichzeitig Strom. Monokristalline Solarzellen liefern den besten Wirkungsgrad, ein MPPT-Regler holt das Maximum aus jedem Modul. Aber lohnt sich die Energieamortisation auch finanziell? Das hängt von der Dachfläche, der Ausrichtung und dem eigenen Stromverbrauch ab.

Eine Solar-Pergola (3 × 4 m) kostet 5.000–11.500 € und erzeugt 1.500–2.200 kWh Strom pro Jahr (Stand: März 2026). Amortisation in 8–18 Jahren. Lohnt sich besonders, wenn das Hausdach nicht für PV geeignet ist und die Pergola nach Süden ausgerichtet ist.

Pergola Solar-Pergola – Aufbau und Merkmale
Sunjoy|MATTERHORN 3×4 m
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Lamellendach mit verstellbaren Alu-Lamellen, freistehend

Breite

4,06 m

Tiefe

3,06 m

Windwiderstand

80 km/h

Schneelast

110 kg/m²

ab 3.003 €

Unverbindlicher Preis, Stand: März 2026

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Was kostet eine Solar-Pergola?

Komponente3 × 4 m (12 m²)4 × 6 m (24 m²)
Pergola-Konstruktion (Alu) 2.000–5.000 € 4.000–8.000 €
PV-Module (Glas-Glas, bifazial) 1.500–3.500 € 3.000–7.000 €
Wechselrichter 500–1.200 € 800–1.500 €
Montagesystem + Kabel 400–800 € 600–1.200 €
Elektroinstallation 500–1.000 € 800–1.500 €
Gesamt 5.000–11.500 € 9.000–19.000 €

Richtwerte inkl. MwSt., Stand: März 2026. Ohne Speicher (Speicher ab 4.000 € zusätzlich). Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.

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Wie viel Strom erzeugt eine Solar-Pergola?

Eine 12 m² Pergola (3 × 4 m) bietet Platz für ca. 2 kWp Photovoltaik-Leistung. Bei optimaler Südausrichtung und 30° Neigung sind das in Deutschland 1.800–2.200 kWh pro Jahr. Bei flacher Montage (5–10°, wie bei den meisten Pergolen) reduziert sich der Ertrag um 10–15 % auf ca. 1.500–1.900 kWh.

Ein durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt verbraucht 2.500–3.000 kWh pro Jahr. Die Solar-Pergola deckt also 50–75 % des Jahresbedarfs. Bei einem Strompreis von 0,37 €/kWh (BDEW, Januar 2026) sind das 555–700 € Ersparnis pro Jahr (bei 100 % Eigenverbrauch).

Mit Speicher (ab 4.000 €) steigt der Eigenverbrauchsanteil von typisch 30 % auf 60–70 %. Ohne Speicher speist du tagsüber ein und bezahlst abends den Netzbezug.

Welche Module eignen sich für Pergolen?

Glas-Glas-Module sind Standard für Pergola-Dachanwendungen. Beide Seiten bestehen aus Glas, was sie wetterfest und langlebig macht. Halbdurchsichtige Module (mit Lücken zwischen den Solarzellen) lassen 10–30 % Licht durch und erzeugen ein Spiel aus Licht und Schatten auf der Terrasse.

Bifaziale Module erzeugen auch auf der Rückseite Strom (durch reflektiertes Licht von unten). Mehrertrag: 5–15 %. Lohnt sich besonders bei hellen Terrassenböden.

Modulgrößen: Standard sind 1.700 × 1.000 mm. Für Pergolen gibt es Sonderformate (1.200 × 600 mm, 1.000 × 1.000 mm), die sich besser an die Sparrenabstände anpassen lassen.

Gewicht: 15–20 kg pro Modul (Glas-Glas). Die Pergola-Konstruktion muss das Modulgewicht plus Wind- und Schneelast tragen. Statische Berechnung ist Pflicht.

Förderung und Einspeisevergütung

Einspeisevergütung (Stand: März 2026): 8,03 ct/kWh bei Teileinspeisung, 12,73 ct/kWh bei Volleinspeisung (Anlagen bis 10 kWp). Bei den kleinen Leistungen einer Pergola (1,5–4 kWp) lohnt sich Eigenverbrauch fast immer mehr als Einspeisung.

KfW-Förderung: Einzelne Kommunen und Bundesländer bieten Zuschüsse für PV-Anlagen, auch auf Carports und Pergolen. Baden-Württemberg, NRW und Berlin haben aktuell Förderprogramme. Die Zuschüsse liegen bei 100–300 € pro kWp.

Steuervorteil: PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden sind seit 2023 von der Mehrwertsteuer befreit (0 % MwSt. auf Kauf und Installation). Das gilt auch für Pergola-PV, sofern sie im direkten Umfeld eines Wohngebäudes installiert wird.

Steuerung, Sensoren und CO2-Ersparnis

Moderne Solar-Pergolen wie die SOLAVINEA kombinieren PV-Module mit automatischer Lamellensteuerung. Temperatur-, Licht- und Regensensoren drehen die Lamellen je nach Wetterlage. Bei tiefer Sonne folgen die Lamellen dem Sonnenstand (Suntracking), was den Ertrag laut Herstellerangaben um 5–25 % steigert.

Die Steuerung läuft über eine App (WiFi) oder Somfy-kompatible Smart-Home-Systeme. Einige Modelle arbeiten mit Niederspannung (60V DC), was die Brandgefahr reduziert und die Installation vereinfacht.

CO2-Ersparnis: Eine 12 m² Solar-Pergola spart ca. 0,8–1,0 t CO2 pro Jahr ein (bei 1.800 kWh Ertrag und deutschem Strommix). Über 20 Jahre sind das 16–20 t CO2.

Wechselrichter-Typen: Ein String-Wechselrichter (1 Gerät für alle Module, ab 500 €) ist günstiger. Mikro-Wechselrichter (1 pro Modul, ab 100 €/Stück) liefern bei Teilverschattung mehr Ertrag, weil jedes Modul unabhängig arbeitet. Bei Pergolen ohne Verschattungsprobleme reicht ein String-Wechselrichter.

Wann lohnt sich eine Solar-Pergola?

Lohnt sich, wenn: (denn hier hat PV den größten Hebel) das Hausdach nicht für PV geeignet ist (Denkmalschutz, ungünstige Ausrichtung, Verschattung), du ohnehin eine Pergola planst und die Ausrichtung nach Süden, Südosten oder Südwesten zeigt.

Lohnt sich nicht, wenn: das Hausdach freie Kapazität hat (dort ist PV immer effizienter wegen der besseren Neigung), die Pergola nach Norden ausgerichtet ist oder dauerhaft von Bäumen verschattet wird.

Amortisation: Bei 5.000–11.500 € Investition und 500–650 € jährlicher Stromersparnis liegt die Amortisationszeit bei 8–18 Jahren. Mit steigenden Strompreisen verkürzt sich das.

Hersteller und konkrete Modelle

Den Markt teilen sich Terrassendach-Spezialisten und PV-Anbieter. Rexin (REXOsolar) kombiniert Alu-Terrassendächer mit aufgelegten PV-Modulen. Preise ab 5.000 € für 3×3 m. Gibus (Italien) bietet mit der »Energy Pergola« ein integriertes System, bei dem die Module das Dach ersetzen. Solarcarporte.de liefert ähnliche Konstruktionen. Im Premiumsegment fertigen Warema, Renson und Biossun Pergolen, bei denen semitransparente Glas-Glas-Module als Dach dienen. Licht fällt zwischen den Zellen durch. Modultypen: monokristalline Standardmodule (höchster Wirkungsgrad, blickdicht) oder bifaziale Glas-Glas-Module (semitransparent, nutzen auch Streulicht von unten). Leistung pro Modul: 350–450 Wp.

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Häufige Fragen

Was kostet eine Solar-Pergola?

Für eine 3 × 4 m Pergola mit PV-Modulen: 5.000–11.500 € (Stand: März 2026). Ohne Speicher. Ein Stromspeicher kostet zusätzlich ab 4.000 €. Die Energieamortisation liegt bei 8–18 Jahren, je nach Eigenverbrauchsanteil.

Wie viel Strom erzeugt eine Solar-Pergola?

Bei 12 m² Dachfläche (3 × 4 m) und Südausrichtung: ca. 1.500–2.200 kWh pro Jahr. Das deckt 50–75 % des Strombedarfs eines 2-Personen-Haushalts.

Brauche ich eine Genehmigung für eine Solar-Pergola?

Für die PV-Module in der Regel nicht (genehmigungsfrei bis 30 kWp auf Gebäuden und Nebengebäuden in den meisten Bundesländern). Für die Pergola selbst gelten die üblichen Bauvorschriften. Anmeldung beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister ist Pflicht.

Welche PV-Module eignen sich für eine Pergola?

Monokristalline Standardmodule (ca. 400 Wp, blickdicht) liefern den höchsten Ertrag. Bifaziale Glas-Glas-Module (semitransparent) lassen Licht durch und nutzen Streulicht von der Unterseite, dafür 5–10 % weniger Ertrag. Für Pergolen besonders geeignet: Module im Querformat (1.722×1.134 mm), die sich gut als Dacheindeckung auflegen lassen.

Welche Hersteller bieten Solar-Pergolen an?

Rexin (REXOsolar), Gibus (Energy Pergola), Solarcarporte.de, und im Premiumsegment Warema, Renson und Biossun. Die meisten arbeiten mit regionalen Fachpartnern zusammen, die Aufmaß, Montage und den Netzanschluss übernehmen.