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Lamellendach mit Seitenteilen: Windschutz, Privatsphäre und Preise

Seitenteile verwandeln ein offenes Lamellendach in einen geschützten Außenraum. ZIP-Screens mit Fixscreen-Technologie halten bis Windstärke 8 (Beaufort). Glas-Schiebewände aus 8 mm ESG (Einscheibensicherheitsglas) bieten vollen Regenschutz. Senkrechtmarkisen und Glasfasergewebe ergänzen das Angebot. Die Spanne reicht von 800 € bis über 5.000 € pro Seite. Hier erfährst du, welche Optionen es gibt und was sie kosten.

ZIP-Screens mit Fixscreen-Technologie (Glasfaser- oder Polyestergewebe), Glas-Schiebewände (8 mm ESG) oder Senkrechtmarkisen verwandeln ein offenes Lamellendach in einen geschlossenen Outdoor-Raum. Kosten: 800–5.000 € pro Seite je nach Material (Stand: März 2026). Nachrüstung bei Renson, Warema, Weinor und HELLA jederzeit möglich.

6 Min. Lesezeit Aktualisiert: März 2026
Lamellendach mit ZIP-Screen und Glas-Schiebewand als Seitenteile

ZIP-Screen

800–2.000 € / Seite

Glas-Schiebewand

2.500–5.000 € / Seite

Nachrüstbar

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Seitenelemente im Vergleich

TypWindschutzRegenschutzTransparenzPreis pro Seite
ZIP-Screen (Textil) Gut (bis Windstärke 7–8) Nein (wasserabweisend, nicht dicht) Teiltransparent (Durchsicht je nach Gewebe) 800–2.000 €
Glas-Schiebewand Vollständig Vollständig Vollständig transparent 2.500–5.000 €
Seitenmarkise Mäßig (nur bei wenig Wind) Nein Blickdicht oder teiltransparent 500–1.500 €
Feste Glaswand Vollständig Vollständig Vollständig transparent 2.000–4.000 €
Holz-Schiebepaneel (Loggia) Teilweise Nein Gering (Holzlamellen) 1.500–3.500 €

Preise pro Seitenelement in Standardgröße (ca. 3 × 2,5 m), inkl. Montage. Stand: März 2026. Alle Preise sind unverbindliche Richtwerte.

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ZIP-Screens: der Allrounder

ZIP-Screens sind die beliebteste Ergänzung. Das Textilgewebe fährt in seitlichen Führungsschienen nach unten – »ZIP« steht für die Reißverschlusstechnik, die das Tuch straff hält. Dadurch flattert der Screen auch bei Wind nicht.

Gewebetypen: Standardgewebe lassen 3 bis 14 % Licht durch (Transparenzgrad). Stärkere Gewebe bieten mehr Windschutz, dunklere Varianten mehr Blickschutz. Manche Hersteller (Renson, Weinor) bieten Fixscreen-Gewebe an, die auch bei geschlossenen Lamellen oben und Screen unten eine lückenlose Hülle bilden.

Motor: Fast alle ZIP-Screens sind motorisiert (Somfy oder Elero). Kosten für den Motor sind im Preis enthalten. Die Steuerung lässt sich in die Lamellensteuerung integrieren, eine Fernbedienung für alles.

Lebensdauer des Gewebes: 8 bis 15 Jahre, je nach UV-Belastung und Gewebequalität. Glasfasergewebe hält länger als Polyester. Ein Gewebetausch kostet 200 bis 500 € (ohne Motor, der bleibt).

Glas-Schiebewände: maximaler Schutz

Glas-Schiebewände schließen das Lamellendach komplett ab. Die Glaselemente laufen auf Schienen und lassen sich zur Seite schieben, wenn du offene Luft willst. Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist Standard, Stärke: 8 bis 10 mm.

Vorteile: vollständiger Wind- und Regenschutz, freie Sicht, kein Flattern, lange Lebensdauer (20+ Jahre). Nachteile: hoher Preis (ab 2.500 € pro Seite), bei geschlossenen Glaswänden und gleichzeitig geschlossenen Lamellen kann sich Hitze stauen. Hier helfen Lüftungsklappen.

Renson bietet die Loggia als Alternative: Holz-Schiebepaneele mit Lamellen-Optik. Optisch ansprechender als Glas, aber kein Regenschutz und eingeschränkte Transparenz.

Reinigung: Glaswände brauchen regelmäßige Reinigung (alle 4 bis 8 Wochen), besonders an der Innenseite, wo sich Kondenswasser und Staub sammeln. Die Schienen solltest du zweimal im Jahr von Schmutz befreien, damit die Elemente leichtgängig bleiben.

Nachrüstung: geht das nachträglich?

Die meisten Markenhersteller (Renson, Warema, Weinor, HELLA) konstruieren ihre Lamellendächer modular. Das heißt: die Seitenteile lassen sich nachträglich montieren, ohne die Grundkonstruktion zu ändern. In den Pfosten und der Traufleiste sind Befestigungspunkte vorgesehen.

Bei Pergolux und Palram ist das eingeschränkter möglich. Die Profile sind auf den Bausatz optimiert, nicht auf Erweiterungen. Stobag bietet beim Bavona Hard-Top ausfahrbare Seiten- und Frontbeschattung sowie flexible oder feste Seitenverglasung (8 mm Sicherheitsglas) an. HELLA hat die nachrüstbare VENTUR SIDE – eine seitensaumgeführte Senkrechtmarkise, die in die vorhandene Konstruktion integriert wird. Frag vor dem Kauf beim Hersteller nach, ob Seitenelemente nachrüstbar sind, wenn du dir die Option offenhalten willst.

Die Nachrüstung kostet in der Regel den gleichen Preis wie die Erstmontage. Der Aufwand ist identisch. Du sparst nichts, indem du wartest, aber du behältst die Flexibilität.

Wie viele Seiten sinnvoll sind

Drei Seiten geschlossen, eine offen zum Garten: das ist die häufigste Konfiguration. Die Wetterseite (in Deutschland meist Westen oder Nordwesten) bekommt den besten Schutz, idealerweise eine Glas-Schiebewand oder einen robusten ZIP-Screen. Die Seite mit Blick zum Garten bleibt offen oder erhält einen leichten Screen als Insektenschutz. Wer nur Mücken fernhalten will, kommt mit einem Moskitonetz-Screen (ab 300 € pro Seite) günstig davon. Kein Windschutz, aber freie Abende ohne Spray.

Alle vier Seiten schließen? Funktioniert, erfordert aber Belüftung. Ohne Luftzirkulation staut sich bei Sonne die Wärme unter dem Dach. Manche Hersteller bieten Lüftungsprofile in den Seitenelementen an. Glas-Schiebewände dämpfen nebenbei den Außenlärm, je nach Glasstärke (8–10 mm ESG) um 20–25 dB. An einer befahrenen Straße ein spürbarer Unterschied.

Bedenke auch: ein vollständig geschlossener Raum mit Dach kann baurechtlich als Wintergarten gelten, mit entsprechend strengeren Auflagen.

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Häufige Fragen

Was kosten Seitenteile für alle vier Seiten?

Abhängig vom Typ: ZIP-Screens für vier Seiten kosten 3.200 bis 8.000 € (4 × 800 bis 2.000 €). Glas-Schiebewände für vier Seiten: 10.000 bis 20.000 €. Eine Mischung (z. B. zwei Seiten Glas, zwei Seiten Screen) liegt dazwischen. Dazu kommen die Montagekosten, die bei Seitenelementen oft im Preis enthalten sind.

Kann ich ZIP-Screens und Glas-Schiebewände kombinieren?

Ja, das ist sogar eine beliebte Lösung. Typisch: Glas-Schiebewand an der Wetterseite für vollen Regenschutz, ZIP-Screens an den anderen Seiten für Blick- und Windschutz zu geringeren Kosten.

Brauche ich eine Baugenehmigung für Seitenteile?

Das Lamellendach selbst ist in den meisten Bundesländern genehmigungspflichtig. Seitenteile können die Einstufung verschärfen: ein allseitig geschlossenes Lamellendach mit festen Glaselementen wird baurechtlich unter Umständen als umbauter Raum behandelt, mit anderen Abstandsflächen und Auflagen. Prüfe das vor der Bestellung mit dem Bauamt.

Wie reinige ich ZIP-Screens?

Mit lauwarmem Wasser und einem weichen Schwamm oder Tuch. Kein Hochdruckreiniger, keine scharfen Reinigungsmittel. Hartnäckige Flecken löst milde Seifenlauge. Das Gewebe immer trocknen lassen, bevor du den Screen einrollst. Sonst droht Schimmelbildung.