Pergola mit Dach: welche Eindeckung passt?
Eine klassische Pergola hat offene Querbalken – schön, aber bei Regen sitzt du drunter nass. Mit einer Dacheindeckung wird die Pergola wetterfest. Die Optionen reichen von Sonnensegeln für unter 100 € bis zum motorisierten Lamellendach für fünfstellige Beträge.
Dachvarianten im Vergleich
| Eindeckung | Preis (3 × 4 m) | Regenschutz | Licht | Lebensdauer |
|---|---|---|---|---|
| Sonnensegel | 80–400 € | Bedingt | Diffus | 3–8 Jahre |
| Polycarbonat-Platten | 200–600 € | Ja | Hell, milchig | 10–15 Jahre |
| VSG-Glas | 800–2.000 € | Ja | Klar | 25+ Jahre |
| Lamellendach | 5.000–15.000 € | Ja (geschlossen) | Regulierbar | 25+ Jahre |
| Schiebedach (Textil) | 1.500–4.000 € | Bedingt | Variabel | 8–12 Jahre |
Preise für die Eindeckung ohne Unterkonstruktion, Stand: März 2026.
Baugenehmigung beachten
Sobald du ein festes Dach auf die Pergola montierst, wird aus der offenen Konstruktion eine Terrassenüberdachung im Sinne der Landesbauordnung. In den meisten Bundesländern sind Überdachungen bis 30 m² genehmigungsfrei. Sonnensegel und einfahrbare Textildächer fallen in der Regel nicht unter diese Regelung. Die Details hängen vom Bundesland ab – prüfe die Regeln unter Baugenehmigung.
Die Zwischenlösung: einfahrbares Dach
Schiebedächer aus Textil oder Segmenttücher auf Laufschienen lassen sich bei schönem Wetter öffnen und bei Regen schließen. Sie bieten nicht die Dichtigkeit eines festen Dachs, sind aber günstiger als ein Lamellendach und flexibler als Polycarbonat. Für eine 3 × 4 m Pergola kosten Schiebedach-Systeme 1.500 bis 4.000 €, je nach Antrieb (manuell oder motorisiert).
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Häufige Fragen
- Welches Dach hält am längsten?
- VSG-Glas und Lamellendächer halten 25+ Jahre. Polycarbonat vergilbt nach 10–15 Jahren, Sonnensegel und Textildächer müssen nach 5–12 Jahren ersetzt werden. Langfristig sind Glas und Lamellen günstiger, weil kein Ersatz anfällt.
- Kann ich nachträglich ein Dach auf meine Pergola setzen?
- Bei Aluminium-Pergolen mit ausreichend dimensionierten Profilen: ja. Bei Holzpergolen kommt es auf die Balkenstärke an – leichte Sonnensegel oder Polycarbonat-Platten gehen fast immer, ein schweres Glasdach braucht eine statische Prüfung. Die Pfosten müssen das Zusatzgewicht plus Schnee- und Windlast tragen können.